Hilfsarbeiter: Weiterbildung dank Temporäreinsatz

Hilfsarbeiterin auf Gabelstapler

Eine Stelle als Hilfsarbeiter kann Ihnen neue Türen öffnen: Sie sammeln wertvolle Erfahrungen und haben im Fall einer Temporäranstellung auch Anspruch auf subventionierte Weiterbildung.

Der Begriff «Hilfsarbeiter» wird häufig mit dem «Betriebsmitarbeiter» gleichgesetzt, was so aber nicht ganz korrekt ist. Während Betriebsmitarbeiter sich in erster Linie auf die Tätigkeiten bezieht, die eine Person ausübt, hat Hilfsarbeiter vor allem mit der Qualifikation zu tun. Wenn Sie ein Inserat sehen, mit dem ein Hilfsarbeiter gesucht wird, bedeutet dies, dass nicht zwingend eine abgeschlossene Ausbildung vorausgesetzt wird. Für Sie heisst das, dass Sie sich ohne eine Berufslehre bewerben können – «ungelernt» ist ein Ausdruck, der in diesem Zusammenhang viel zum Einsatz kommt. Für gewöhnlich hat dies zur Folge, dass Sie auch beim Lohn keine zu hohen Ansprüche haben dürfen. Doch Sie erhalten mit einem solchen Job die Möglichkeit, im jeweiligen Einsatzbereich Erfahrungen zu sammeln, die Ihnen auch bei künftigen Bewerbungen weiterhelfen werden. Die Chance zu ergreifen, kann Ihnen also Türen öffnen und der Ausgangspunkt für eine nachhaltige Verbesserung in Ihrer beruflichen Laufbahn werden.

Temporärarbeit als Sprungbrett

Jobs für Hilfsarbeiter werden oft als Temporärstellen vergeben. Das bringt für Sie einen ganz entscheidenden Vorteil mit sich: Sie haben im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags Personalverleih Anrecht auf Zuschüsse für eine Weiterbildung, die Ihnen in beruflicher Hinsicht neue Chancen eröffnen kann. Dafür müssen Sie einige Bedingungen erfüllen:

  1. Die Weiterbildung findet an einer Schule statt, die von temptraining anerkannt ist.
  2. Sie haben den Kurs noch nicht begonnen, bevor Sie Ihren Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen.
  3. Die Weiterbildung dient dazu, Ihre Qualifikation oder Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. 
  4. Sie unterstehen dem Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih. Falls Sie nicht wissen, ob dies zutrifft, kann Ihnen Ihr Personalbüro Auskunft geben.
  5. Sie haben eine ausreichende Anzahl Stunden temporär gearbeitet. Vereinfacht gesagt steht Ihnen mit jeder geleisteten Stunde auch mehr Unterstützung zu. Ab 88 Stunden sind dies beispielsweise 500 Franken für die Weiterbildung und 250 Franken für den Lohnausfall, ab 880 Stunden erreichen Sie den Maximalanspruch von 5000 Franken und 2250 Franken. 

Mögliche Weiterbildungen für Hilfsarbeiter

Wenn Sie sich einen passenden Kurs ausgesucht haben, können Sie hier ein Gesuch stellen. Grundsätzlich kommt jede Weiterbildung in Frage, die Punkt 3 in unserer Aufzählung erfüllt – sie muss Ihrem beruflichen Weiterkommen dienen. Das kann beispielsweise etwas Offensichtliches sein wie ein Staplerschein, aber auch fachspezifische Kurse. An dieser Stelle sei ausdrücklich betont, dass sich der Anspruch auf die subventionierte Weiterbildung nicht auf Stellen als Hilfsarbeiter beschränkt, sondern auf alle Temporäreinsätze zutrifft. Selbst Kurse, die an ein Studium anschliessen, können bezuschusst werden, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Relativ neu ist die Möglichkeit für Temporärarbeitende ab 21 Jahren, den theoretischen Teil ihrer Fahrprüfung finanzieren zu lassen.

Möchten Sie mehr über temptraining erfahren? Wir beraten Sie gerne dazu!

Diana Gebauer
beeworx GmbH
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Tel: +41 (0)61 284 40 40

Übrigens: Wenn in diesem Text immer von nur von «dem Hilfsarbeiter» die Rede ist, soll das niemanden ausschliessen. Da Stelleninserate aber üblicherweise die Formulierung Hilfsarbeiter (m/w/d)» verwenden, haben wir diese Gepflogenheit stillschweigend übernommen.

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