GAV Personalverleih kurz vor der Verlängerung

Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih steht vor Verlängerung

Der seit 2012 bestehende Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih ist als erster GAV der Temporärbranche eine historische Errungenschaft. Jetzt soll er bis 2020 verlängert werden.

Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih soll um weitere zwei Jahre verlängert werden. Darauf haben sich die Sozialpartner verständigt. Die Gewerkschaften Unia und Syna, der Kaufmännische Verband, Angestellte Schweiz und swissstaffing – Verband der Schweizer Personaldienstleister haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt, der jetzt dem Bundesrat vorgelegt wird und voraussichtlich im Dezember inkraft tritt.

Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih – ein Erfolgsmodell

Für über 360’000 Arbeitnehmende in der Schweiz bedeutet der GAV Personalverleih verbindliche Mindeststandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen im Bereich der beruflichen Vorsorge sowie eine Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung. Der im GAV enthaltene Weiterbildungsfonds ermöglicht temporär Beschäftigten, neue berufliche Perspektiven zu entwickeln. Dazu erhalten sie bis zu 4’000 Franken für Kursgebühren sowie Lohnausfallentschädigung. Bisher wurden mehr als 26’000 Temporärarbeitende mit einem Gesamtbetrag von über 43 Millionen Franken gefördert.

Equal Minimum Pay für temporär Angestellte

Der neue, bis 2020 gültige GAV sieht eine Erhöhung der Mindestlöhne im gleichen Zeitraum in zwei Etappen um je 60 bis 75 Franken vor; weitere Änderungen gibt es keine. Statt dessen sind für den nächsten GAV, der für 2021 auf dem Plan steht, massive Neuerungen angedacht: Unter anderem soll mit ihm das das Equal-Minimum-Pay-Prinzip und das Equal-Time-Prinzip verbindlich eingeführt werden. Diese Ansätze sorgen für eine weitere Gleichstellung von Temporärarbeitenden mit ihren fest angestellten Kollegen. Mehr zum aktuell gültigen GAV erfahren Sie hier.

 

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Kommentare


  • Meine Forderung an GAV :
    Jeder Arbeitsvermittler muss zukünftig mind 20% an +50Jährige vermitteln und Prio 1 an in der CH lebende stellensuchend vermitteln.

  • Lieber Herr Bartsch
    Danke für Ihre Nachricht. Ein Vermittler schlägt Bewerber immer nur vor, den Entscheid fällt der jeweilige Einsatzbetrieb (und dieser hat für gewöhnlich einen klar definierten Anforderungskatalog für jede Stelle).
    Beste Grüsse
    beeworx