Mit Mut ins nächste Jahr

Wer den Kopf in den Sand steckt, hat schon verloren. Dieses Sprichwort gilt insbesondere auch für die Wirtschaft. Für KMU gibt es allerdings im Moment keinen Grund zu einem pessimistischen Jahreswechsel. Die Schweizer Wirtschaft konnte in den vergangenen Quartalen wieder Tritt fassen. Die KMU haben gute Perspektiven, viele von ihnen sind hervorragend aufgestellt.

Wir befinden uns bei beeworx in einer glücklichen Situation: Durch unseren engen Kontakt mit unseren Kunden erleben wir täglich, wie es geschäftlich gerade läuft. Wirtschaftliche Entwicklungen erfahren wir nicht aus den Medien, sondern hautnah in der Praxis. Temporärarbeit wird nicht umsonst als Konjunktur-Indikator bezeichnet. Für uns zeichnet sich klar am Horizont ab: So turbulent 2016 auch gewesen sein mag – es gibt gute Gründe, optimistisch ins 2017 zu blicken. Diese Einschätzung teilt auch Theo Martin, Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins Blickpunkt KMU, in seinem exklusiven Gastbeitrag für den beeworx-Blog.

Nun hat es gewiss schon einfachere Jahre gegeben als 2016. Die Aufhebung des Mindestkurses von 1.20 Franken pro Euro ist zwar schon fast zwei Jahre her, hat aber zumindest die erste Jahreshälfte immer noch stark geprägt. Brexit, Mr. Trump und die globale Entwicklung haben dafür gesorgt, dass auch die zweite Jahreshälfte turbulent endet. Das kann die Unternehmer durchaus verunsichern, zumal die Makrorisiken weltweit steigen.

Trotzdem gibt es mehrere Gründe, positiv ins nächste Jahr zu blicken. So befindet sich die Schweizer Konjunktur trotz Risiken auf Erholungskurs. Die Expertengruppe der Eidgenossenschaft geht derzeit von einer Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung im Euroraum und in der übrigen Welt aus. Unter dieser Voraussetzung ist für die Schweiz mit positiven Impulsen vom Aussenhandel und einer langsamen Festigung der konjunkturellen Erholung zu rechnen. Für 2017 wird deshalb eine Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 1,8% erwartet.

Der Brexit-Entscheid hat international zwar die Unsicherheit erhöht, jedoch blieben grössere Verwerfungen an den Finanzmärkten bislang aus. Die Zeit heilt auch in diesem Fall Wunden. Vieles wird nicht so heiss gegessen, wie es zunächst gekocht wurde. Selbst in den USA gehen heute zahlreiche Beobachter davon aus, dass der neue Präsident viele seiner achtlos hingeworfenen Wahlversprechen nicht wird umsetzen können. Trotzdem gibt es von der amerikanischen Wirtschaftsfront zum Jahreswechsel positive Signale – zum Glück, denn letztlich ist es das, was für uns zählt.

Der starke Franken dämpft zwar die positiven konjunkturellen Impulse aus dem Ausland und ist für viele Branchen weiterhin ein Problem. Dennoch haben sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet und es wurden deutlich weniger Stellen abgebaut als prognostiziert. Das hängt mit der positiven Grundhaltung vieler Firmen zusammen, welche den Währungsschock zu einer nochmaligen Effizienzsteigerung genutzt haben. Diese positive Haltung hilft auch gegen die Folgen des Brexit und der Trump-Wahl. Schweizer KMU werden so zu Stehaufmännchen – denn sie schaffen es, auf neue Herausforderungen rasch zu reagieren. Fassen deshalb auch Sie den Mut, die notwendigen Anpassungen 2017 erneut mit Elan anzugehen. Es zahlt sich aus.

 

Blickpunkt KMUTheo Martin
Chefredaktor «Blickpunkt KMU»
www.blickpunktkmu.ch

 

 

 

 

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